Liebe und Eifersucht….

Die meisten Menschen sind eifersüchtig, weil sie den anderen Menschen “besitzen” wollen- Dabei ist Eifersucht moralisch und psychologisch anerkannt, denn sie gilt als Gradmesser der Liebe. Ist jemand nur gering oder gar nicht eifersüchtig, wird dies als Gleichgültigkeit ausgelegt. Jedoch ist die Gleichgültigkeit der Todfeind einer Partnerschaft.
Trotzdem ist Eifersucht für die Partnerschaft hinderlich, Gleichgültigkeit aber auch.
Jedoch sind Eifersucht und Gleichgültigkeit keine Gegensätze.
Eine Kundin sagte mir kürzlich: “Es gibt keinen Liebenden, der nicht eifersüchtig wäre”. Liebe und Eifersucht gehören einfach zusammen. So kennen wir es, so sind wir es gewohnt. Ist Eifersucht ein Gradmesser für die Liebe? Nein! Es gibt keine Liebe ohne Freiheit, in Loslösung, die Eifersucht nicht ins Spiel bringt.
Eifersucht führt in jeder Beziehung zu Problemen. Da man davon ausgeht, am anderen die “Exklusivrechte” zu besitzen, muss man diesen Besitz ja auch verteidigen, natürlich nicht nur gegen mögliche Rivalen, die einem den Besitz streitig machen wollen, sondern auch ganz allgemein. Dabei geht die Logik davon aus: Weil man ein Paar ist, muss man alles miteinander teilen, seien es nun die Gedanken, die Hobbys, die Pläne, die Ferienreise, seien es die Bekannten und Freude. Ich kenne Frauen, die ihren Liebsten fünf- bis zehnmal täglich bei der Arbeit anrufen und fragen: “Was machst du gerade”? Auf der Heimfahrt wird ebenfalls noch mit den Handy telefoniert. “Ich bin in zehn Minuten zu hause.”
E ist also jegliche Zeit, die der andere für sich und seine Aktivitäten aufwendet, kann die Eifersucht hochkriechen lassen. Diese krankhafte Eifersucht wird als Frustration erlebt, die verstimmt, schlecht gelaunt, depressiv machen kann, ja sogar aggressiv.  Dies alles führt schnell zu Spannungen und zu Streitgesprächen.
Beispielsweise: “Warum kommst du eine Stunde später? Du hättest doch anrufen können, damit ich Bescheid weiss”.  Wir hatten doch heute nichts Besonderes vor, und  ich dachte, dass es dich nicht stört, wenn ich später komme. Ich habe nur mit einem Berufskollegen einen Kaffee getrunken.
“Vielleicht war es auch eine Kollegin”? Natürlich nicht. Nun sei doch nicht so eifersüchtig. Selbst wenn ich mit einer Kollegin reden würde, was wäre schon dabei?”
“Siehst du, jetzt gibst du es sogar zu, dass du auch mit einer Kollegin Kaffee trinken würdest. Daraus kann sich sehr schnell etwas entwickeln, das will ich nicht! So fängt es nämlich immer an. Ich sitze zu Hause und warte auf dich, während du mit einer Kollegin Kaffee trinkst.
Das nächste Mal komme ich nach Hause, wann es mir passt.

Diesen Dialog könnte man endlos weiterführen, – der Streit dabei ist natürlich unumgänglich.
Traurigerweise verlaufen in Millionen von Beziehungen die Gespräche über das Thema “Eifersucht” so ab.  Je häufiger solche Situationen auftreten, umso aggressiver wird die Unterhaltung. Eifersucht ist eine schwerwiegende Krise, weil sie das Paar nicht verbindet, sondern trennt.

Deshalb finde ich es sehr wichtig in einer Partnerschaft, ein kleines Stückchen Freiheit für sich selber zu bewahren. Dies hat weder mit Gleichgültigkeit noch mit mangelnder Liebe zu tun. Dessen sollte man sich stets bewusst sein.
Denn Eifersucht hat nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Machtstreben. Bekommen wir dies nicht in den Griff, führt es genau dahin, was man eigentlich verhindert möchte – zum Bruch der Liebe.

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…Stellenwert der Liebe

In jeder Beziehung geht es immer wieder um das Thema “Liebe”. Mit dem Vorwurf: “Du liebst mich nicht”,  kann der andere unter Druck gesetzt werden, denn dieser Vorwurf wiegt schwer. Auch aus meiner Erfahrung weiss ich, dass es den meisten Menschen schwerfällt, diese drei Worte über die Lippen zu bringen. Es wird ausgewichen mit Äusserungen wie: “Ich mag dich doch”, – “oder du ist doch die Beste”. Wir jedoch ganz eindeutig hören: “Ich liebe dich”.
Die Liebe hat einen sehr hohen Stellenwert in der Partnerschaft. Das Verhalten des Partners wird deshalb sehr genau auf- oder abgewertet, wobei stets die Frage: “Liebt er mich, oder liebt er mich nicht”? im Hintergrund steht.
Wenn er mir Blumen mitbringt oder ein kleines Geschenk, dann drückt er mir damit seine Liebe aus, wenn er etwas, das ihm zuwider ist, mir zu liebe macht, sich also überwindet, dann ist das ein Zeichen von Liebe. Lieblosigkeit ist dann, wenn er seine Kleider immer auf den Boden wirft, oder die Zahnpasttube nicht wieder verschliesst. Aber wir wollen ja lieben, er soll dies nur zeigen. Die echte Liebe aber braucht keine Taten. Viel wichtiger wäre nämlich die Frage, ob der andere, ob der andere überhaupt in der Lage ist zu lieben?

Jedoch, wie leben die meisten Menschen die Liebe?
Wir geniessen sie nicht einfach nur als Geschenk des Lebens, das wir uns gegenseitig  geben, wir knüpfen Forderungen an sie, erpressen andere damit. Oder, ich liebe dich, – und wenn du mich auch liebst, erwarte ich von dir, dass du das machst. Wenn wir dem anderen drohen ist das Liebe? Nein, es ist Egoismus und Egozentrik. Es ist ein schäbiges Spiel. Denn, Liebe soll man verdienen, man soll etwas dafür tun. Die meisten sind so konditioniert und deshalb auch erpressbar. Aber wir sollten lernen, mit den Neurosen der Männer zu leben, und mit den Neurosen der Frauen werden die Männer konfrontiert. Das neurotische Spiel um die Liebe, mit Angst, Eifersucht und Verletzung, mit Macht und Ohnmacht, mit Minderwertigkeit, Selbstwert, Verlangen und Verzagen, das ist der Kreislauf, in den man sich begibt. Aber durch Erkenntnis können wir diesen Kreislauf durchbrechen, und zwar, um des Begriff’s “Liebe” willen uns nicht erpressen zu lassen. Wir sollten mit uns klären, ob wir überhaupt selber lieben können, – und ob es beim anderen Liebe ist.
Denn oft ist es nicht Liebe, sondern Gewohnheit, Vertrautheit, Verbundenheit, Freundschaft und – ganz wichtig – die Wirtschaftsgemeinschaft!
Das Wort Liebe ist das am meisten missverstandene und missbrauchte Wort.

Die Partnerschaft

Es gibt viele Grunde für eine Partnerschaft, wir sollten diese jedoch schonungslos analysieren. Nur wenn wir absolute Klarheit für uns selbst finden, können wir auch für Klarheit innerhalb einer Beziehung sorgen. Darum ist dieser Satz äusserst wichtig: “Erkenne dich selbst”. Denn: Selbsterkenntnis ist die Voraussetzung dafür, um mit anderen in eine sinnvolle Kommunikation zu treten.
Liebe ist bleibt immer das grosse Zauberwort, ist der Eingangsschlüssel für eine Beziehung. Die Unterhaltungsbranche (Filme Musik, Romane) hat vorwiegend die Liebe als Thema. Leider steht auch noch noch die Selbsterkenntnis nicht so hoch im Kurs wie die Liebe. Auch nur deshalb, weil wir ersteres nicht wahrhaben wollen.  Für uns Menschen ist die Selbstfindung sehr sehr wichtig. Es ist auch sinnvoll Angst zu fühlen , auch das wir unseren Neid sehen, den Ehrgeiz, die Aggressionen, alle diese Gefühle, die wir bei uns selber nicht warhaben wollen. Also betrachten wir uns selber schonungslos, auch wenn uns einmal gesagt wurde, dies alles wären negative Gefühle, und deshalb gehen wir sofort
in die Ablenkung über: wir schalten den Fernseher ein, wir rufen eine Freundin an, Sport machen .. etc. damit sind wir ständig auf der Flucht vor uns selbst. Und es ist einfach so: “Nur wer sich selber versteht, versteht auch die anderen”.
Wir aber erwarten, dass die anderen uns verstehen, dass sie sich die Mühe machen, uns zu verstehen.
Wir schätzen die anderen oft auch sehr hoch ein und uns selber sehr klein. Die Gründe dafür sind in unserer Erziehung angelegt. Die Eltern haben wir einmal hoch eingeschätzt, auch die Lehrer, bis wir erkennen mussten, wie sehr sie konditioniert waren.
Es ist ein schmerzlicher Prozess zu erkennen, dass die Personen, auf die man sich verlassen hat, einem nur wenig vermitteln konnten, wie so elementare Dinge wie: “Dort verbrennst du dir die Finger, hier könntest du herunterfallen.”

So fangen wir an, die Idole ausserhalb zu suchen, in der Unterhaltungsindustrie, Schauspieler, Popstars etc.
Wir suchen nach einem Halt, wobei die Suche nach aussen gerichtet ist, also weg von unserer ur-eigen Welt. Dieser Halt jedoch ist brüchig,  weil die Welt brüchig ist, weil er auf Illusionen beruht.
Wenn wir dort suchen, werden wir irgendwann enttäuscht sein. So suchen wir letztendlich einen Partner, eine Partnerin, suchen etwas, an dem, an das wir uns festhalten können. Die Liebe scheint uns wiederzugeben, was uns niemand sonst so intensiv vermitteln kann. Aber auch dies ist brüchig. So werden wir enttäuscht und werden verbittert, werden zynisch, egoistisch, kalt und brutal.
Suchen Sie sich deshalb niemals einen äusseren Halt, sondern finden wir unseren Halt in uns selbst. Denn nur ich allein kann wissen, was für mich gut ist.
Nicht jeder kann uns sagen, was richtig ist, wie wir richtig handeln sollen, sondern wir selber wissen dies, nicht ein anderer sagt uns, wenn wir lieben sollen, sondern die Liebe entsteht in uns selbst – und sie ist dann klar und eindeutig.

Dies ist dann eine loslassende Liebe, die mit dem ganzen Beziehungstress nichts zu tun hat. Deshalb ist Liebe das eine und Beziehung etwas ganz anderes. Dies zu unterscheiden ist sehr wichtig.

Suchtbeziehungen

Beziehungsprobleme verursachen mehr Stress und Schmerz als alle anderen Probleme. Jeder von uns kennt Menschen, die sich über ihre Partner, ihre Mütter, ihre Väter, Kollegen, Verwandte, Freunde, Nachbarn oder Kinder beklagen. Wer sich über andere beklagt, macht sich selbst zum Opfer, weil er anderen Menschen die Macht gibt, ihn wütend zu machen und aus der Fassung zu bringen.

Wären wir vollkommen bewusste Menschen, würden wir Verantwortung für unser Leben übernehmen. Niemand kann uns wütend machen, es sei denn, wir erlauben es ihm. Niemand kann unseren inneren Frieden stören, es sei denn, wir erlauben ihm, eine unserer Schwächen auszunutzen. Niemand hat die Macht, uns wehzutun. Wir können uns nur selber wehtun.

Endlos über ein Problem nachzugrübeln ist etwas ganz anderes als darüber zu reden oder ein Trauma so wiederzuerleben, wie es einst geschah. Wenn wir darüber reden oder es nachempfinden, wird die energetische Ladung der Angst freigesetzt, so dass die Heilung einsetzen kann. 

Was also können Sie tun, wenn Sie ein traumatisches Erlebnis gehabt haben ? Wenn Sie immer wieder daran denken müssen und es einfach nicht aus dem Kopf kriegen, dann hilft es, mit jemanden darüber zu reden und seine wahren Gefühle auszudrücken. Wenn unsere Freunde und Verwandten unsere Geschichten nicht mehr hören wollen, dann müssen wir einen professionellen Therapeuten aufsuchen. Auf jeden Fall sollten wir uns aber davor hüten, aus dem natürlichen Bedürfnis, sich auszusprechen, blosses Gejammer zu machen.

Lassen Sie mich ein Beispiel hierfür nennen: Ich habe einen Bekannten, der sich mit allen Mitteln dagegen sträubte, eine zerstörerische Beziehung zu beenden. Anfangs schien er gänzlich ahängig zu sein (was er wirklich war), und es sah so aus, als läge es an dieser Abhängigkeit, dass er in dieser Beziehung verharrte (was nicht der Fall war). Er war vielmehr romanzensüchtig und seine Sorge galt dem Eindruck, den er nach aussen hin abgab. Jeder glaubte, er sei abhängig; sein Hauptproblem bestand jedoch darin, dass er nicht als derjenige gelten wollte, der sich nicht in die Beziehung reinhängte oder der sie gar beendete. Er wollte schlichtweg nicht das Risiko eingehen, als schlechter Kerl dazustehen. 

 

 

 

“Echte” Beziehungen….

Ein Ihnen bestimmt bekannter Vorgang ist, dass Sie sich eine Meinung über den Menschen bilden. Auch wenn in der Begegnung noch nichts gesprochen wurde – allein sein Aussehen, seine Mimik, seine Gesten werden interpretiert und schon ist aus dem anderen ein ganz bestimmter anderer mit Eigenschaften geworden. So bekommt der Mann, der aus dem Fenster schaut, durch Ihre Interpretation eine Eigenschaft wie gelangweilt, ärgerlich, fröhlich, ängstlich, interessiert, deprimiert, besorgt.

Das können Sie nur feststellen, wenn Sie diese Eigenschaften von sich selbst kennen. Wenn Sie es nicht von sich kennen, werden Sie es nicht so interpretieren, sondern günstigenfalls wertfrei betrachten und neugierig werden. Aber: Erstens wissen wir nicht genau, ob dem wirklich so ist bei diesem Menschen, den wir betrachten (er oder sie könnte sich selbst völlig anders fühlen), zweitens kann es eine momentane Verfassung sein. Wenn wir eine wirklich Echtzeit-Beziehung eingehen wollten oder müssten, stünden die “erfunden” Eigenschaften zwischen Ihnen und dem anderen.
Vielleicht möchten Sie nicht mit einem Ärgerlichen sprechen, sich nicht mit einem Depressiven umgeben, von einem Gelangweilten kaufen ? Doch es ist die Sache des anderen, wie er sich fühlt. Das hat mit Ihnen nichts zu tun. Wollen Sie den anderen so oder so haben, damit Sie sich wohler fühlen ? Es geht um Ihr Wohlbefinden, das dadurch, wie Sie annehmen, dass sich andere fühlen, beeinträchtigt oder gar gefährdet werden kann.
Genaueres über das emotionale und mentale Strickmuster eines Menschen lässt sich nur erfahren, wenn wir mit ihm oder ihr sprechen und längere Zeit zusammen sind. Halten wir an unseren anfänglichen erfunden Meinungen über den anderen fest, können wir keine wirkliche Beziehung schaffen. Es entsteht eine illusorische Beziehung. Wenn der andere das Gleiche macht, ist die Illusion vollkommen, ein wirkliches Treffen findet nicht statt.
Sondern: Es treffen sich zwei Ideen.

Es kann sein, dass Sie diese oder jene Eigenschaft besonders schlecht oder besonders gut beurteilt haben. So sind Sie beispielsweise überzeugt, dass Ihre Sparsamkeit gar nicht gut ist. Diese Überzeugung stammt nicht von Ihnen, sondern jemand hat Ihnen mitgeteilt, dass dies Geiz ist. Sie haben es akzeptiert, nun fühlen Sie sich mit Ihrer Sparsamkeit nicht wohl.
Umgekehrt können Sie andere bewundern, die Eigenschaften haben, die Sie gerne bei sich selbst hätten entfalten lassen, aber es nicht taten, sich nicht zu ihnen bekannten. Ja, da sind die Sehnsüchte, einmal auf der Bühne stehen, Sie wollten auch einmal, Sie hätten ja das Talent … und nun bewundern Sie diesen oder jenen Künstler.

Wie soll denn ein wertschätzende Beziehung mit dem anderen entstehen, wenn Sie zu Ihnen selbst nicht besteht, mit allen Ihren Eigenschaften und Gefühlen, Ihrem inneren Strickmuster ? Wie können Sie dem anderen wirklich begegnen, wenn Sie bereits eine stattliche Sammlung von beschrifteten Etiketten auf DAS – den anderen – angelegt haben ?

Je mehr Sie den anderen ablehnen (dessen schlechte Eigenarten bis jetzt nur Vermutungen sind), desto ärger wird es kommen, wenn Sie mit dem anderen zusammen sein müssen. Beispielsweise zusammenarbeiten, eine Stunde eng nebeneinander im Zug sitzen, etwas verkaufen müssen. Grosse und kleine Kriege, subtile und heftige Kämpfe, Verletzungen, Mobbing findet statt, weil die zugewiesenen Eigenschaften eines oder mehreren Menschen mit einem Urteil belegt werden. Und welche Zwickmühle, wenn der andere oder die anderen später gute Eigenschaften offenbaren.
Andererseits: Je mehr Sie den anderen hochloben, dessem gute Eigsnchaften auch nur vage Einschätzungen sind, desto tiefer kann der Fall sein, wenn der andere auch schlechte Eigenschaften offenbart.

Die grösste Leistung ist nicht, sich eine Meinung oder ein Urteil zu bilden, sondern es wieder zu ändern. Das ist Lebendigkeit, Freiheit, Weisheit. Beharren ist Enge, Stagnation, Ignoranz.

Lieben Sie Ihren Partner?

Alle Menschen sehnen sich nach Liebe. Kein Tag vergeht, ohne das dieses Thema in irgendeiner Form abgehandelt oder behandelt wird. Ob dies in Frauenzeitschriften, ob Radio- oder Fernsehsendungen, oder auf der bunten Seite einer Illustrierten.
Die Liebe ist auch eines der wesentlichsten und interessantesten Themen, mit denen sich der Mensch auseinander setzt. Dies ist vor allem so, weil die Liebe mit der Seele elementar zu tun hat.
Oftmals höre ich von Kunden den Satz: “Wir führen eine gute Ehe, trotzdem geht er fremd”. Stelle ich die Frage: “Lieben Sie den Ihren Partner”?, höre ich einige Sekunden nichts und erhalte dann die Antwort: “Ich weiss es nicht genau”. Eigentlich habe ich ihn schon gern. Aber was ist schon Liebe? Darauf sage ich meisten: “Wer fragt, was Liebe ist, der liebt nicht”.  Er hat die Liebe verloren, denn wer eine Erklärung verlangt, will lediglich nach erfolgter Definition prüfen, ob er liebt oder nicht.
Liebe aber hat absolut nichts mit einer verbalen Definition aus dem Bereich der Ratio und den Denkstrukturen zu tun, da Liebe etwas Seelisches ist.
Jedoch in unserer Gesellschaft ist die Liebe hoch angesiedelt, durchaus auch im Sinne unseres Zeitgeistes. Dabei wird sie nicht selten mit Angst oder Aggression, mit Neid oder Eifersucht in Verbindung gebracht. Weil diese Wesensmerkmale ebenso wie die Liebe mit unserer Seele zu tun haben, könnten wir jetzt vorschnell den Schluss ziehen, dass Liebe tatsächlich damit zusammenhängt. Zugegeben, bei vielen Menschen ist dies auch so. Aus Eifersucht wird das Objekt der Liebe in Besitz genommen, beherrscht, überwacht und ihm nach einer Trennung geschadet. Liebe wird dann aus Rache in Hass umgewandelt.
Täglich lesen oder hören wir, welch schreckliche Auswirkungen Liebe, Eifersucht und Trennung einer Beziehung hervorbringt. Ich möchte hier nicht alles aufzählen, was dadurch schon alles geschehen ist.
Jedenfalls kann man dazu nur sagen: Das erhoffte Glück wurde verfehlt. Glück, Liebe und Meditation laufen auf einer anderen Ebene ab, da es jeneist von Erfolg und Misserfolg, von Ehrgeiz und Neid, von Sensibilität und Stärke etwas gibt, das im Alltag gelebt wird – nicht gelebt werden kann, weil der Zugang zum wahren Glück und zur Herzlichkeit verbaut worden ist.

Das Spiel mit der Liebe

In unserer Kindheit, erlebten wir uns selbst in der Natur mit offenen Sinnen und konnten unsere Sensitivität erfahren. Wir durften einzigartige Gefühle erleben, wenn wir im Sommer Barfluss über eine frisch gemähte Wiese liefen, die Kälte wie die Wärme von Steinplatten fühlten und Geräuschen der Blätter im Wind lauschten. Die dadurch entstandene Liebe zur Natur, zum dasein der Gegenwart ist  etwas Wunderbares.

Ich wünsche mir, dass ihr alle eine sensitive Kindheit und genug Freiheit hatten, mit Freunden und Freundinnen draussen in der Natur spielen konnten. Wer aber von seinem Vater oder Mutter nicht geliebt wurde, weil die Eltern in einer unglücklichen und unbefriedigenden und aggressiven Beziehung miteinander gelebt haben, der hat es nach der Pubertät natürlich schwer, sich ohne Misstrauen anderen gegenüber öffnen zu können.
Dabei ist es doch oft so, das nach der Sexualität misstraut, trotzdem aber geschielt wird, ob wir von anderen “angenommen” und “geliebt” werden.
Und nur wenn sich beide gegenseitig verbal versichern, dass der eine dem anderen vertraut, es ernst meint und eine dauerhaft Beziehung sucht ist Mann vor allem jedoch die Frau bereit, sich auf die Sexualität einzulassen. Ansonsten fühlt man sich einfach nur benutzt.
An dieser Stelle beginnt das Ganze zum Problem zu werden – und es wird gelogen und getäuscht. Da wird von Männern Liebe geheuchelt, wo noch gar keine entstanden ist, nur um eine Sexualität zu ermöglichen.

So entsteht bei vielen Paaren schon zu Anfang eine dicke Lüge. Denn die spezielle “Liebe” zwischen den beiden Geschlechtern kann sich erst entfalten, wenn sich die Erotik entfaltet, denn vorher von Liebe zu sprechen ist falsch, weil dies “Liebe” nicht dieses ist, um die es wirklich geht.
Denn die grösste Hürde, die auch immer noch traditionell aufgebaut ist, muss zuerst überwunden werden. Beziehung nur unter der Voraussetzung von Liebe. Also muss ich Liebe versichern und eine Beziehung in Aussicht stellen: danach ist Sexualität in Ordnung und wird ermöglicht.
Das ist ein Spiel, das in unserer Gesellschaft millionenfach gespielt wird. Es ist das Spiel, bei dem die meisten verlieren, sowohl Männer als auch Frauen. Warum? Weil sie sich auf die “Ich liebe Dich-Lüge” einlassen, bevor sie überhaupt erlebt haben, ob sie lieben oder ob sie nicht lieben.

Und auch wenn die erste erotisch-sexuelle Begegnung nicht “klappt” setzen beide auf die Zukunft des sich Zusammenraufens und Zusammenlebens in der Beziehung, die, so die Hoffnung, erst reifen und wachsen soll. So gehen beide in die Irre, in die Dürre und Frustration in der Beziehung  von Anfang an.

Eifersucht…

Wer eifersüchtig ist, geht davon aus, dass es nur eine begrenzte Menge Liebe gibt. Wenn wir aber unser Herz geöffnet haben, stellen wir fest, dass genug Liebe für alle da ist. Und je mehr wir unser Herz öffnen, desto mehr Liebe kann hindurchfliessen. Wenn wir eifersüchtig sind, haben wir Angst, dass wir eigentlich nicht liebenswert genug sind, dass für uns keine Liebe mehr da ist oder dass der andere Menschen irgendwie mehr Liebe bekommen als wir. Also verschliessen wir unser Herzzentrum und machen den Mangel an Liebe zu unserer persönlichen Realität. Wenn wir unser Herzzentrum durch Eifersucht verschlossen haben, müssen wir von innen heraus daran arbeiten und unser Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärken und eigene Interessen entwickeln. Solange wir eifersüchtig sind, haben wir auch Angst, verlassen zu werden. Wenn wir selbst uns schon als nicht liebenswert empfinden, wer sollte dann bei uns bleiben wollen ?
Und immer wenn wir Angst haben, abgelehnt oder verlassen zu werden, versuchen wir, andere Menschen auf emotionale oder finanzielle Weise von uns abhängig zu machen. Sobald wir merken, dass wir versuchen, andere auf geistiger, emotionaler oder finanzieller Ebene kontrollieren, ist es an der zeit, loszulassen und uns von diesen Menschen abzunabeln. Wenn wir jemanden wirklich lieben, geben wir ihn frei. Dannbleibt er, weil er es möchte, und nicht, weil er Angst hat zu gehen. Je mehr wir Platz in unserem Herzen schaffen, desto mehr Liebe strömt durch es hindurch und desto mehr Menschen kommen in unser Leben. Sexuelle Eifersucht deutet darauf hin, dass wir kein vertrauen in uns selbst als sexuelle Wesen haben. Wird der Partner untreu, wird dies gleich als Beleidigung unseres ganzes Wesens aufgefasst. Weil wir uns unserer Männlichkeit oder Weiblichkeit nicht sicher sind, unterminieren wir unsere eigene Kraft. Sind wir uns unserer Männlichkeit oder Weiblichkeit aber vollkommen sicher, können wir anderen die Freiheit schenken, damit sie sich selbst entscheiden können, ob sie treu sein möchten oder nicht. Und wenn uns ein Partner dann untreu wird, wissen wir zumindest, dass es sein Problem ist, und lassen uns dadurch unser gutes Verhältnis zu unserer eigenen Sexualität nicht kaputtmachen. Menschen, die besonders besitzergreifend sind, klammern sich verzweifelt fest, weil sie Angst haben, die Liebe zu verlieren. Auch in diesem Fall wird das Herzzentrum verschlossen, weil sie glauben, Liebe sei begrenzt. So klammern sie sich an dem fest, was sie haben. Auch Gier beruht auf der Vorstellung, dass es nicht genug gibt. deshalb müssen wir alles an uns raffen, solange wir können. Normalerweise ersetzen wir in diesem Fall Liebe durch materielle Besitztümer. Auch hier müssen wir loslassen und uns öffnen, damit mehr von der universellen Energie durch uns hindurchfliessen kann.
Neidisch zu sein bedeutet, das haben zu wollen, was ein anderer hat – ganz gleich, ob es dabei um Talente, Eigenschaften,  Besitztümer oder Liebe geht. Wenn wir uns öffnen und dankbar für das sind, was wir haben, fliesst mehr und mehr Schönes durch uns hindurch. Wir werden zu Magneten, die kostbare Dinge anziehen. Wenn wir uns in Harmonie mit uns selbst und dem Leben befinden, locken wir herrliche Dinge an. Glück, Reichtum auf allen Ebenen und gute Beziehungen werden automatisch von der harmonischen Energie angezogen, die wir ausstrahlen.

Und denken Sie daran – das Leben schenkt uns einzigartige Momente …

Beziehungs-Konflikte

In den Begegnungen oder Beziehungen entstehen Konflikte aus zwei wichtigen Bedürfnissen oder aus scheinbar unvereinbaren Bedürfnissen zweier oder mehrerer Menschen, die nicht oder nicht ganz erfüllt werden. Es gibt keine Bedürfnisse, die wertvoller oder minderwertiger sind. Das momentane Bedürfnis ist für den Einzelnen immer das Wichtigste, auch wenn es dem anderen als belanglos erscheint. Die Bedürfnisse sind wechselhaft. Einmal hat dieses Bedürfnis Priorität, dann ein anderes. Sie müssen jedes Mal ausgesprochen werden.
Über allen Bedürfnissen nach Respekt, Zuhören, Berührung, Liebe, Kollegialität, Loyalität usw. steht das alles überstrahlende Bedürfnis nach Wertschätzung. Oder nennen Sie es Anerkennung. Das ist der grosse Mangel, an dem die meisten Beziehungen leiden. Das Leiden drückt sich nicht direkt, sondern durch vorgeschobenes Nörgeln, Kritisieren, Meckern, Streiten, Kämpfen aus.
Werden Bedürfnisse nicht erfüllt (falls der andere überhaupt die Bedürfnisse kennt und erfüllen kann), entsteht meistens Ärger.
Mit dem Ärger wird vermieden, sich selbst zu spüren und die Verantwortung für die Bedürfnisse zu übernehmen. Denn Sie haben das Bedürfnisse kreiert. Also können nur Sie es wieder dieskreieren. Es ist einfach !
Einen Konflikt können Sie auch durch das Verschieben des Bedürfnisses lösen. Jegliches Bedürfnis kann zurückgestellt werden, wenn es jetzt oder hier nicht erfüllt werden kann. Mit dem anderen ist eine einfache Abmachung, wann darüber wieder gesprochen wird oder wann Sie auf das Bedürfnis eingehen, eine elegante Lösung.
Lebendige und authentische Beziehungen zeichnen sich durch Wertschätzung und Bekanntheit der Bedürfnisse aus. Innere Konflikte -wie der Zwiespalt zwischen Wahrheit und Schein – bedeuten nicht nur für den Menschen, der sie erlebt, einen dauerhaften Konflikt, sondern wirken auch auf dessen Beziehungen aus. Interne Bedürfniskollisionen spalten den Menschen, der mit seinem Gespaltensein seine Mitmenschen vor das Rätsel stellt, was er denn wirklich möchte.

Botschaften richtig verstehen

Total verliebt. Heisse Blicke, die wie ein Feuerwerk hin und her gehen, grosse Versprechen und grosse Hoffnungen und Erwartungen für die gemeinsame Zukunft.
Doch dann ruft er nicht an. Sie flirtet auch mit anderen. Oder wir können uns nicht mehr ansehen. Meistens merken wir nach einiger Zeit, dass der oder die Geliebte auch “nur”ein Mensch mit Ecken und Kanten – und kein Zauberwesen ist. In jedem Fall glauben wir, den anderen zu vermissen. Etwas verloren zu haben, ohne das wir nicht mehr leben können. Liebeskummer.

… Vermissen wir nicht vor allem die Gefühle, die wir mit dieser Person und unserem Zusammensein verbinden ?  Wenn unsere hochliegenden Erwartungen und die Illusion, die wir uns von der Person gemacht haben, nicht erfüllt werden, sind wir ent-täuscht. Dies schmerzt uns bis in die Seele.

Wir haben Liebeskummer. Man sagt auch, es sind schon Menschen an gebrochenem Herzen gestorben. Genau betrachtet ist Liebeskummer ein Energieproblem. Wenn wir verliebt sind, geben wir uns gegenseitig freiwillig Energie. Genau das schwingt uns zu solchen emotionalen Höhen hinauf.
Doch was passiert, wen der andere nicht bei uns sein kann? Oder diese Person einfach unsere Erwartungen nicht erfüllt ? Dann fehlt uns die Energie des anderen, die wir nun brauchen. Unsere Energie sinkt ins Bodenlose, je mehr wir uns von der geliebten Person abhängig machen.
Sobald diese Abhängigkeit besteht, verleihen wir dem anderen Menschen Macht über uns. Noch schlimmer ist es, wenn wir diese Quelle als die einzige wählen, über die wir Energie beziehen. Wir werden regelrecht süchtig nach diesem Menschen und dessen Energie.

Es ist also für uns Menschen extrem wichtig, alternative Energiequellen zu haben, die wir jederzeit nutzen können. Und zwar aus meiner wahren Quelle, Kraft schöpfen oder eben aus der Natur. Und dadurch werden unsere Beziehungen völlig anders verlaufen, – nämlich ohne Liebeskummer. Denn wir besitzen selber sehr viel Energie und können sogar davon abgeben.
Eine Energiequelle ist zu Beispiel eine Grill-Party mit Freunden – bei herrlichem Wetter an einem See oder im Garten, gute Gespräche, Spass, gesundes Essen. Damit können wir unsere Energie richtig gut auftanken.
Es ist auch eine gute Gelegenheit, die neuesten Erkenntnisse mit Freunden zu teilen, vielleicht sind einige noch am Anfang ihrer Reise, und so kann ein toller Austausch stattfinden. Wir reden über alte Zeiten, es waren schöne Zeiten, – und wir sind dankbar, für all diese Menschen, die uns begegnen, denn jeder hat eine Botschaft für uns.

Wenn Menschen sich trennen oder verlassen:
Es ist sehr wichtig, allein sein zu können. Dies ist nur möglich, wenn wir in der Lage sind, uns selbst ausreichend mit Energie zu versorgen. Wenn wir nicht alleine sein können, entwickeln wir uns zu einem “Energievampier”. Denn dann brauchen wir andere Menschen, um ihre Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, und somit ziehen wir ihnen Energie ab.
Wie reagieren Menschen, wenn sie merken, dass sie sich in unserer Gegenwart oft schlapp und schwach fühlen ? Vielleicht gibt es häufig Streit, – und irgendwann werden sie uns verlassen, denn sie haben schlicht keine Kraft mehr übrig, die sie uns noch geben könnten.
Vielleicht haben wir ja selber bei einigen Menschen das Gefühl, wir würden emotional “ausgesaugt”, und spüren es plötzlich körperlich, und bekommen den Drang einfach nur weg zu gehen. Dann ist die Zeit gekommen, diesen Menschen wirklich zu verlassen, so schützen wir uns selber und geben diesem Menschen die Möglichkeit, – sich  auf seine eigene Energie-Quelle zu besinnen, aus der er zukünftig seine Kraft schöpft.

Wir erinnern uns ? Botschaften werden durch Menschen an uns herangetragen. Die Botschaften zu entlocken, sie richtig verstehen, das gegenseitige Aufladen mit Energie. “Dann klappt es auch mit dem Nachbarn”.

Wenn wir jeder Person, der wir begegnen, Energie spenden, bevor wir mit ihr ins Gespräch kommen, wie  wird sich unsere Kommunikation verändern ? Wie werden sich unsere Beziehungen und Kontakte zu Fremden entwickeln ? Die Menschen werden ganz anders auf sie zukommen. Tolle Aussichten !


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